St. Michael – Patrozinium 29. September

Die erste Erwähnung einer Kirche in Leisach war 1264. Leisach war eine Filialkirche von Dölsach und gehörte bis 1814 kirchlich zum Erzbistum Salzburg. Die Leisacher, Burgfriedener und Bannberger mussten zur Sonntagsmesse nach Dölsach gehen, wenn  nicht der Dölsacher Pfarrer gelegentlich zu ihnen kam,  bis Leisach einen Vikar (= Stellvertr. d. Pfarrers) bekam, der jeden 3. Sonntag im Monat auch in Bannberg eine Messe feierte.

1891 wurde Leisach eine selbständige Pfarre. Ein „Kirchen-Renovierungs-Verein“ wurde gegründet und 1910 wurde die Kirche stileinheitlich in Neugotik erneuert und ausgestattet.  Maler und Bildhauer Josef Bachlechner aus Hall i. T. verdanken wir den Hauptaltar mit Flügelschrein und der Figur des Erzengels Michael – des Schutzpatrons der Kirche – und die beiden Seitenaltäre: Rechts: den Bauernaltar mit den Heiligen: Isidor, Nothburga, Wendelin und Johannes Nepomuk –  Links: Hl. Familie.

Nach der Renovierung und Erweiterung unserer Kirche von 1980-84 nach Plänen von Prof. Clemens Holzmeister sagte Bischof Stecher  bei der Neusegnung: „Kirchenbau und Kirchenrenovierung ist immer Sinnbild für Dinge, die in uns und unter uns geschehen müssen. Die Renovierung der äußeren Kirche ist Sinnbild für die nie aufhörende Renovierung der inneren Kirche, der Gemeinde, von uns selbst.“

Gerda Haidenberger