St. Ottilie – die Kirchenpatronin

Hl. Ottilia (13. Dezember): Legende

Ottilia lebte von 660 bis 720 n.Chr. Sie kam auf Schloss Hohenburg in Elsass blind zur Welt und  wurde deshalb von ihrem Vater, Herzog Eticho, verstoßen. Die Mutter rettete das Kind  in ein Kloster. Als Ottilia im Alter von 12 Jahren getauft wurde, erlangte sie das Augenlicht. In späteren Jahren versöhnten sich  Vater und Tochter und  sie konnte auf dem heutigen „Ottilienberg“ ein Kloster gründen, wo sie als Äbtissin wirkte.

Sie ist die Schutzpatronin des Elsass.

St. Ottilie – die Kirche

Südlich der Drau gelegen, gehörte Amlach mit Tristach und Lavant seit 811 zum Patriarchat Aquileia, dem 1752 das Erzbistum Görz und 1789 die Diözese Brixen folgten. Ursprünglich war Lavant Sitz der zuständigen Pfarre. Seit ca. 1500 ist es Tristach. Amlach erhielt ein eigenes Begräbnisrecht. Mit dem Dekret von 25.3.2009 wurde „Amlach z. Hl. Ottilia, Filiale der Pfarre z. Hl. Laurentius Tristach, zur eigenen Seelsorgestelle“ erhoben.

Eine Kirche in Amlach wird erstmals1382 erwähnt, was nichts über ihr tatsächliches Alter aussagt. Ursprüngliche Patronin war St. Gertraud. In Bittbriefen von 1691 scheinen Ottilia, Luzia und Apollonia auf. Die Gläubigen wenden sich mit ihren Augen-, Ohren-, Hals- und Zahnkrankheiten an die drei Heiligen.

Eine Kirchenerweiterung wurde durch den Zustrom von Pilgern notwendig. Die Inneneinrichtung der Kirche stammt aus dem 18.Jh. (Hauptaltar u. Stationsbilder) und dem 19. Jh. (Seitenaltäre, Kanzel).
Die letzte große Renovierung erfolgte 1986 bis 1989.